Reich wird man nicht durch das, was man
verdient, sondern durch das, was man nicht
ausgibt!
28. Februar 2010
In der Bevölkerung ist das Problem der Rentenversicherung natürlich ziemlich heiß diskutiert und sorgt zunehmend für Gesprächsstoff. Und natürlich hört man immer wieder die Frage „Bricht unser Rentensystem irgendwann zusammen?“
Ein Umlagefinanziertes System wie die Rentenversicherung, oder andere Sozialversicherungen, kann natürlich nicht im eigentlichen Sinne „zusammenbrechen“. Es kann aber seine Legitimität, seinen Sinn verlieren und seiner Aufgabe nicht mehr gerecht werden, wenn beispielsweise die Durchschnittsrente unter das Existenzminimum fällt. Von einigen Seiten wird behauptet, dass sich mittlerweile Rentenansprüche von circa 6 Billionen Euro angesammelt hätten. Je nachdem, welche Annahmen man insbesondere hinsichtlich der künftigen Erwerbsquoten und Wirtschaftsentwicklung trifft, seien davon aber nur etwa die Hälfte durch Beitragszahler gedeckt. Das bedeutet: Behalten diese Stimmen Recht, dann fehlen in den nächsten Jahrzehnten 3 Billionen Euro in den Rentenkassen und müssten durch Zahlungen aus dem Staatshaushalt ausgeglichen werden. Gemeint ist hier das Deckungskapital, das in einem Kapitalbasierten Rentensystem vorhanden sein müsste, damit Zins- und Sparansprüche der Rentenempfänger gedeckt sind. In einem Umlageverfahren erfolgt allerdings die Deckung der Rentenansprüche unmittelbar durch die Erwirtschaftung der Arbeitnehmer in derselben Periode.
Bei den Beamtenpensionen müssten die zu erwartenden Rentenverpflichtungen ebenfalls durch Bildung von Rückstellungen berücksichtigt werden. Da aber auch die Beamtenpensionen aus den laufenden Steuereinnahmen finanziert werden, befürchten Kritiker, dass die Höhe der Zahlungen an Pensionäre in Zukunft ebenfalls ansteigen würden. Berechnungen etwa des statistischen Bundesamtes erwarten für die Jahre zwischen 2025 und 2050 den Höhepunkt des Ungleichverhältnisses zwischen Leistungsempfängern und den erwarteten Steuereinnahmen.
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