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Investmentfonds - eigentlich eine geniale Idee

20. Februar 2010

Das Wissen um Investmentfonds ist in Deutschland mangelhaft. Viele Anleger wissen überhaupt nicht, wie Fonds funktionieren, geschweige denn, wie wichtig sie für die Geldanlage zur privaten Alterversorgung sind. Und mindestens genauso viele Anleger überschätzen ihre Kenntnisse in Sachen Investmentfonds deutlich!

geldanlage investmentfondsDie Idee des Investmentfonds entstand vor knappen 100 Jahren in Schottland und trat von dort aus ihren unaufhaltsamen Siegeszug rund um den Globus an. Der Grundgedanke ist denkbar einfach und überzeugend: Hat ein Einzelner für die Geldanlage zu wenig Kapital, um einen Risiko-Mix zu realisieren, schließt er sich mit anderen, gleich gesinnten Anlegern zusammen. Diese Anlegergemeinschaft legt ihr Geld in einen großen Topf. Mit dem gesammelten Vermögen dieses Topfes werden dann die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Geldanlage getätigt. Jedem Anleger gehört entsprechend der Höhe seiner Einlage ein Teil des Gesamtvermögens. Die Anlegergemeinschaft bemerkte sehr schnell, dass sie mit den zusammengefassten, größeren Beträgen wesentlich bessere Konditionen erzielen konnte als jeder Einzelne von ihnen mit seinen kleinen Teilbeträgen.

Investmentfonds, das Ei des Columbus für die Geldanlage

Die ersten Investmentfonds widmeten sich den damals praktikablen Varianten der Geldanlage. So wurde beispielsweise ein Teil des Fondsvermögens in Unternehmensbeteiligungen investiert, ein weiterer, vielleicht gleich großer Teil in den Kauf von Schuldscheinen, und ein dritter Teil schließlich wurde in einer Immobilie angelegt. Der Risiko-Mix war damit perfekt, ein jederzeit angemessener Wertzuwachs gewährleistet. Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise zeigte sich den Beteiligten des Investmentfonds sehr schnell: Nicht jeder von ihnen konnte einen Wissensstand vorweisen, der ihn befähigte, verschiedene Beteiligungen an Unternehmen zu überwachen und diese auch zu bewerten. Ein Handwerker zum Beispiel, aber auch ein Mediziner oder Musiker, wäre damit völlig überfordert gewesen. Doch die Interessengemeinschaft konnte es sich zusammen leisten, einen externen Profi damit zu beauftragen, in ihrem Interesse die verschiedenen Möglichkeiten der Gedlanlage auszusuchen und zu überwachen.

Ausgehend von Schottland, fand die Idee des Investmentfonds in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem in Großbritannien weite Verbreitung. Die Geldanlage bei den Investmentfonds erfolgte überwiegend in Schuldverschreibungen und Aktien, wobei die strategische Risikomischung noch keine große Bedeutung hatte. Seit seiner Entstehung erlebte der Gedanke des Investmentfonds einen nur durch zwei Weltkriege unterbrochenen Aufschwung, der bis heute anhält.

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